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Vorbereitungen - «bis zum Umgheie»

Viele, viele Stunden haben wir in die Vorbereitung investiert, ToDo-Listen geschrieben und abgehackt und viele Meilensteine - grosse und kleine - erreicht. Jetzt freuen wir uns, dass es endlich losgeht (oder besser: losgegangen ist!)

 

Eine solche Reise bringt viele, viele Vorbereitungen mit sich! Ein riesiges Projekt, dass uns im letzten Jahr begleitet hat. Der Busausbau alleine war ein immenses Projekt - und diesen Aufwand haben wir gänzlich unterschätzt - ehrlich! Hinzu kommen unzählige Telefonminuten mit Ämtern, Versicherungen usw., Arbeitsstelle abschliessen und Zügeln. Aber beginnen wir von vorne:


Der Kauf unseres Citroen Jumper im Mai 2021 war der Startschuss - zumindest physisch. Gedanklich waren wir natürlich schon viel früher immer wieder auf Reisen. Mit diesem Kauf haben wir eines unserer (bis jetzt) wohl grössten gemeinsamen Projekte in Angriff genommen. Der Plan war, dass wir ungefähr im Frühling 2022 fertig sind mit dem Ausbau. Uns war es von Anfang an wichtig, dass der Bus praktisch ist, zudem soll man sich aber darin wie in einer normalen, kleinen Wohnung fühlen können und schön soll das Ganze ja auch noch sein. (Wer uns kennt weiss, dass uns die Optik und die Gestaltung schon noch so wichtig ist.)

Aber zum Start war noch nicht viel von schön und gemütlich. Das Fahrzeug war so schmutzig, dass viele Stunden alleine fürs Putzen draufgegangen sind. Es folgten viele Stunden «Youtube-Weiterbildung» in diversen Themen, wie Fenster, Isolation, Wassersystem, Strom, usw. Als Nächstes stand eine grosse Materialbestellung an. Das Ziel war es, möglichst viele Komponenten früh zu bestellen, um später nicht wegen Lieferschwierigkeiten oder ähnlichem in Verzug zu geraten.

Und dann (endlich) haben wir mit dem Ausbau als solches gestartet. Wir erinnern uns beide noch gut an den Moment, als wir das erste Mal mit der Stichsäge das erste Loch für ein Fenster in die Carrosserie des Fahrzeugs geschnitten haben. Es ist ein mulmiges Gefühl, einfach in sein Auto zu sägen...

Während den Wintermonaten 2021 haben wir gemerkt, dass der Ausbau nicht so vorwärts gegangen ist, wie wir uns das vorgestellt hatten. So kamen die ersten Nachtschichten - nach dem Motto: besser jetzt, so haben wir dann noch etwas vom Frühling/Sommer. Leider haben sich diese Spät- & Nachtschichten dann bis in den Sommer 2022 hingezogen. Ein herzliches Merci an dieser Stelle auch an alle, die uns immer wieder geholfen haben. Sei es praktisch, bei Strom, Steuerung oder Holzarbeiten oder im Hintergrund mit Zmittags und Znachts, oder einfach nur jeder und jede, der/die unser ständiges Gequatsche über diesen Bus ertragen hat.

Dann kam endlich der 16.9.2022, der Tag des Prüfens auf der MFK. Die Mission: Lieferwagen umschreiben zu Wohnmobil und aus drei eingetragenen Sitzplätzen vorne, vier Sitzplätze zu machen (zwei vorne, zwei hinten). Und ja, auch die Tage vor dem Prüfen waren noch sehr intensiv! Man beachte, dass wir in der Nacht vor dem Prüfen nur ca. drei Stunden geschlafen hatten; nicht wegen der Nervosität sondern, weil wir bis ca. 3.00 Uhr am Bus gearbeitet haben... Die Nervosität kam dann erst vor dem Prüfstand; das war ein spezielles Gefühl, weil wir so lange auf diesen Tag hingearbeitet haben. Glücklicherweise war der Experte sehr freundlich und meinte beim Betrachten des Innenausbaus nur: «Aah, sit dir Schriner?». Nach total zwei Stunden auf dem Prüfamt haben wir dann den neuen Fahrzeugausweis erhalten: Eingetragener Wohnwagen mit vier Sitzen; zwei vorne, zwei hinten. Eigentlich ist das nicht die Norm, dass alles so reibungslos verläuft. Umso dankbarer sind wir, wie das Ganze gelaufen ist!




Aber: neben dem Busausbau - was ja, wie erwähnt, schon an sich ein monströses Projekt war - gibt's noch viele andere Dinge zu Planen. Die Liste schien schier endlos: Route planen, Packliste, Visum, Verschiffung, Abmelden in CH, Versicherungen, Zügeln, Sachen unterstellen, Impfungen, Flüge buchen usw. Umso besser, dass wir damit schon wirklich früh angefangen haben. Obwohl der Busausbau natürlich viel Zeit in Anspruch genommen hat. Wir haben die Arbeiten etwas aufgeteilt: während Mario den Lead beim Busausbau hatte, war Lea eher fürs Administrative zuständige. Selbstverständlich haben wir uns gegenseitig unterstützt - auch Lea hat isoliert, gestrichen und gebaut und auch Mario hat telefoniert und geplant.


Per Ende August 2022 haben wir unsere Wohnung gekündigt und unser ganzes Hab und Gut einstellen können. Als wir drei Monate vorher die Wohnungskündigung geschrieben haben, wussten wir weder, wo wir wohnen werden, noch wo wir unsere Sachen unterstellen können. Nun ist es so, dass wir während der «Übergangszeit», bis der Flieger geht und das Fahrzeug verschifft wird, im Haus der Eltern von Lea wohnen können und unsere Sachen sind dort auch sicher verstaut, bis an den Tag x, wenn wir wieder in die Schweiz zurückkommen.

Dies nur ein Beispiel, wie sich viele Dinge in unseren Vorbereitungen oft ergeben haben - «eis ums angere». Wir sind mega dankbar dafür!


Die Monate September und Oktober haben wir genutzt, um uns nochmals intensiv mit der Reise zu beschäftigen. Viel Papierkram und Telefonate haben wir während dieser Zeit gemacht und offene Fragen mit diversen Stellen geklärt. Der Bus wurde nach dem Prüftermin noch weiter ausgebaut (Tablare anfertigen und Vorhänge nähen usw.) und gepackt. Und wir sind Schritt für Schritt in den Bus umgezogen. Übernachtet haben wir immer in der Umgebung oder auch auf dem Parkplatz von Mario's Eltern. Es schien uns einfacher, nicht allzu weit weg zu fahren, sondern im Bus zu wohnen, aber doch nahe von Werkzeug und Drucker zu sein. Mitte Oktober haben wir einen Kurz-Trip nach Frankreich gemacht - zu dritt. Es war herrlich, nochmals etwas Sonne zu tanken. Wir merkten schnell: Im Camper wohnen bei warmen Temperaturen ist sehr viel einfacher und unkomplizierter als bei Wind und Wetter. Um aber auch kältere Temperaturen zu testen, sind wir Ende Oktober auf eine Tour durchs Engadin aufgebrochen. Herrliche Landschaften, strahlend blauer Himmel und auf den Pässen oft eisige Kälte. - wir haben die Zeit hier im Engadin sehr genossen (und waren froh um unsere Standheizung im Bus. :) )


Mittlerweile sind unsere Punkte auf den ToDo-Listen mehr oder weniger abgehackt und die Reise nach Hamburg steht an. Voraussichtlich am 9.11 oder 10.11.fahren wir los in Richtung Hamburg, wo wir unseren Bus im Hafen abstellen. Dort steht er noch für einige Zeit, bevor er die Reise über den Atlantik im Container antritt. Gemäss Schifffahrtsplan sollte der Container dann am 19.1.2023 in Montevideo, Uruguay, ankommen.


Wir hingegen steigen am 11.11.2022 in Hamburg in den Flieger, um via Paris nach Bangui (RCA) zu reisen. Dort leben und arbeiten die Eltern von Lea. Gemeinsam mit ihnen verbringen wir sechs Wochen in diesem wunderschönen Land. Kurz nach Weihnachten geht's dann für uns weiter, via Paris und Panama City nach Montevideo, Uruguay. Am 30.12.2023 betreten wir dann das erste Mal südamerikanischen Boden und unser dortiges Abenteuer startet.

Fest steht, dass wir nach dem Empfang des Busses möglichst rasch ganz in den Süden von Argentinien reisen wollen. Nach Ushuaia - dem Ende der Welt. Dies ist die südlichste Stadt vor der Antarktis. Im Anschluss wollen wir entlang der Panamericana-Route in Richtung Norden fahren.


Wir freuen uns auf alles: die Landschaften, die Leute, die Kultur; einfach darauf, etwas anderes zu erleben und zu sehen.

Danke, wenn ihr uns hier im Blog oder auf Instagram begleitet. Wir freuen uns immer über Nachrichten von euch! Wir sind «Multichannel-Erreichbar» - nur nicht via Post. :)

333 Ansichten3 Kommentare

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3 comentários


Danke viumau für öii spannende News. Genial was dir alles erläbet. Machets guet 🙂

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Formidable😄. Freuen uns an eurer Reise teilzuhaben… Seid gesegnet😘

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enwe.fz
enwe.fz
02 de nov. de 2022

👍🏻👍🏻😃 Ig fröie mi uf meh!

Und schpriche öich Schutz und Säge vo üsem Vati, em drüeinige Gott zue! 🙏🏻🙏🏻

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